Siegried Wonderleaf im Test – Alkoholfrei, aber lecker

Die Wacholder-Spirituose ist durchaus beliebt und gewinnt immer weiter an Zustimmung. Teilweise stecken bis zu 120 Botanicals in einem Gin. Botanicals sind zum Beispiel Ingwer, Kardamom und Sternanis. Sie verleihen dem Gin den eigentlichen Geschmack. Teilweise sollen einzelne Botanicals eine Heilwirkung haben. Dies ist jedoch lediglich ein Marketingtrick. Jeder Hersteller stellt seinen eigenen Mix an Botanicals zusammen und schafft so eine große Vielfalt.

Die Botanicals machen den Gin sehr individuell, aufregend und abwechslungsreich. Guter Gin wird zweimal destilliert – in der ersten Brennung entsteht das Grunddestillat, in der anschließenden Brennung wird er aromatisiert.

Insgesamt gibt es 6 Kategorien, die sich durch die Herkunft, der Herstellung sowie des Geschmacks unterscheiden: Plymouth, Dry, London Dry, New Western Dry, Old Tom sowie Sloe Gin.

Wir haben uns an alkoholfreie Alternativen wie Bier, Sekt oder Wein gewöhnt. Auch ich trinke gerne zwischendurch ein alkoholfreies Bier. Aber alkoholfreier Gin? Was auf den ersten Blick ungewöhnlich aussieht, ist gar nicht unerwartet. Der Trend geht immer mehr in Richtung alkoholfreie und gesunde Drinks. Mehr und mehr Menschen verzichten sogar gänzlich auf Alkohol. Demnach ist nur logisch, dass die Hersteller auch auf den Alkoholfrei-Zug aufspringen.

Für uns auf jeden Fall die perfekte Gelegenheit, gleich mal zu testen, wie sich so ein alkoholfreier Gin anfühlt und wie er schmeckt.

Vorweggesagt: Man darf den Geschmack nicht mit einem alkoholhaltigen Gin vergleichen. Denn der Alkoholgeschmack kann, zumindest im Moment, nicht imitiert werden. So viel steht fest. Aber dennoch hat es einiges zu bieten.

Als einer der Vorreiter startet Siegried mit dem Wonderleaf. Mit ihrem vielfach prämierten Rheinland Dry Gin haben sie bereits für Furore gesorgt. Aus einem Aprilscherz, bei dem sie einen sogenannten „Siegried Light“ vorstellten, entstand die Idee für den alkoholfreien Gin. Denn unerwartet erhielt diese Idee vollen Zuspruch. Im Gegensatz zu anderen alkoholfreien Gins destilliert Siegried ihren Wonderleaf. Die Herstellung gleicht somit nahezu der Herstellung des Rheinland Gins. Mehr verrät der Hersteller leider nicht zum Prozess.

Siegfried Wonderleaf – Inhaltsstoffe

In dem Prachtstück stecken insgesamt 18 hochwertige Botanicals, die eine Vielfalt an Aromen versprechen. Zudem befinden sich Gewürz- und Kräuterextrakte, Zitronensäure, Kaliumsorbat und Wasser im Getränk. Er ist vegan und zuckerfrei und liegt somit voll im Trend der gesunden Drinks.

Siegried Wonderleaf – Flaschendesign

Das Flaschendesign erinnert, typisch für Siegried, an eine Apothekerflasche mit kurzem Hals und Holzkorken. Modern und wirklich ansprechend ist auch der goldene Schriftzug, der mit einem Schmetterling verziert ist. Für uns wirkt dieses Design somit sehr stimmig zur Marke, hochwertig und spiegelt gleichzeitig das moderne des Getränks wieder.

Testbericht Siegfried Wonderleaf

Testbericht Siegfried Wonderleaf

Unsere Wonderleaf-Erfahrungen beim Test

Auch wenn die Herstellung des Wonderleafs an die eines alkoholhaltigen Gins erinnert, ist im Gegensatz zu einem „richtigen“ Gin, der Siegfried Wonderleaf nicht dazu gemacht, pur getrunken zu werden. Offiziell wird sogar vom puren Genuss abgeraten. Der Alkoholgeschmack kann nicht imitiert werden und so setzen die Macher auf die Aromavielfalt, die der Wonderleaf bietet.

Wir sind schon sehr gespannt und freuen uns auf das erste Öffnen der Flasche!

Beim ersten Öffnen der Flasche fällt uns sofort ein fruchtiges Bouquet mit einem Hauch von Orange auf. Auch Zimt und Nelken strömen in die Nase. Der Wacholdergeruch hält sich dagegen dezent im Hintergrund. Natürlich fehlt das Alkohol-Aroma. Insgesamt erinnert der Geruch an eine Gewürz-Limonade.

Der pure Geschmack ist wie gesagt schlecht zu bewerten, da offiziell davon abgeraten wird. Dennoch probieren wir ihn pur – immerhin möchten wir ihn auf Herz und Nieren testen. Grundsätzlich schmeckt er eher erdig und holzig. Im Abgang hat er eine leichte bittere Note. Ehrlich gesagt verstehen wir nicht, warum vom puren Genuss abgeraten wird. Natürlich ist er nicht mit einem üblichen Gin vergleichbar. Löst man sich vom Gedanken ihn zwanghaft mit der alkoholhaltigen Alternative zu vergleichen, schmeckt man ein komplexes, gut gewürztes Getränk.

Deshalb ist auf jeden Fall ein Mix zu empfehlen. Leckere Rezepte findet ihr auf der offiziellen Website von Siegried. Ihr könnt eurer Kreativität freien Lauf lassen – ob ein alkoholfreier Wonderleaf Gin Tonic oder gemixt in einem Cocktail. Zu empfehlen ist der alkoholfreie Cocktail „Magic Tiger“, gemixt mit Earl Grey, Zitronensaft und Agarvensaft. Oder wer lieber beim alkoholfreien Gin Tonic bleibt, mixt sich am besten seinen Siegried Wonderleaf mit Fever Tree oder Thomas Henry.

Fazit

Insgesamt sind wir durchaus positiv vom Siegried Wonderleaf überrascht. Um ehrlich zu sein haben wir vor dem Test keine hohen Erwartungen an das Getränk gehabt. Jedoch wurden wir hier klar vom Gegenteil überzeugt. Gemischt, als alkoholfreien Gin Tonic oder im alkoholfreien Cocktail, schmeckt er sehr lecker. Aber auch pur bietet er einen wahrlich komplexen Genuss.

Den Siegried Wonderleaf als Gin zu bezeichnen wäre falsch. Dies assoziiert den alkoholhaltigen Geschmack und gerade von diesem Gedanken muss man sich lösen. Letztendlich ist dies nur ein Marketingtrick.

Ohne den Alkohol entfällt die Alkoholsteuer. Somit ist der Siegried Wonderleaf günstiger als der Rheinland Gin zu haben. Insgesamt zu einem durchaus erschwinglichen Preis.

Für uns auf jeden Fall eine Empfehlung!


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